Die beliebtesten heimischen Fischarten bei Anglern

Als Angler muss man natürlich darüber Bescheid wissen, welche Fische in unseren Gewässern heimisch sind. Des Weiteren sollte man in der Lage sein, gefangene Fische eindeutig zu klassifizieren bzw. zu erkennen. Ansonsten wäre es beispielsweise nicht möglich, Schonmaße und Schonzeiten einzuhalten. Kein Wunder also, dass die Fischkunde einen der Schwerpunkte bei der Fischereiprüfung darstellt.

Doch leider ist es gar nicht immer so einfach, gefangene Fische einer bestimmten Fischart zuzuordnen – schließlich gibt es in unseren Angelgewässern sehr viele Fischarten. So gibt es beispielsweise einige Arten, die nur in wenigen Gewässern verbreitet sind und somit den Anglern auch nur selten an den Haken gehen. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Angler nicht auf Anhieb sagen kann, welchen Fisch er da gefangen hat – und außerdem bleibt das Wissen, das man während der Vorbereitung für die Fischereiprüfung erworben hat, auch nicht für immer im Kopf. Deshalb kann es von Zeit zu Zeit erforderlich sein, dass man in einem Buch oder auch im Internet nachsehen muss, welcher Fisch einem an den Haken gegangen ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Fische aus unseren Gewässern vorgestellt.

Aal

Die Aalartigen (Anguilliformes) sind eine Ordnung schlangenförmiger, fast ausschließlich im Meer lebender Knochenfische, die ungefähr 360 Arten umfasst. Aalartige sind weltweit verbreitet und leben in tropischen und subtropischen Meeren, und zwar sowohl in flachen Küstengewässern als auch in der Tiefsee. In Süßgewässern sind ausschließlich Flussaale (Anguillidae) verbreitet, die zur Fortpflanzung aber ebenfalls zu einer Reise ins Meer aufbrechen.

Forelle

Die Forelle bezeichnet keine konkrete Fischart sondern ist ein Übergriff für Lachsartige. Zu den bekanntesten Forellenarten zählen die Bachforellen und die Regenbogenforelle. Forellen sind sowohl in Europa als auch in Nordamerika verbreitet. Ihre natürliche Umgebung stellen kalte Fließgewässer mit schneller Strömung dar. Wegen ihres hervorragenden Fleisches werden sie gern gezüchtet und sind deshalb auch in Seen und Weihern zu finden. Wobei in Europa überwiegend die Regenbogenforelle gezüchtet wird, da sie mit höheren Wassertemperaturen besser auskommt.

Hecht

Hechte (Esocidae) zählen zur Familie der Raubfische. Sie bewohnen verkrautete, vorzugsweise klare Gewässer in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens. Die bei uns beheimatete Gattung des Hechts wird als Europäischer Hecht (Esox lucius) bezeichnet. Der Europäische Hecht kann bis zu 35 Kilogramm schwer und 180 Zentimeter lang werden. Allerdings stellen solche Größen Ausnahmen dar – nur selten erreichen die Raubfische eine Länge von mehr als einem Meter.

Karpfen

Beim Karpfen (Cyprinus carpio L.) handelt es sich um eine Fischart aus der Familie der Cypriniden (Karpfenfische). Karpfen sind in nahezu allen Gewässern anzutreffen. Sie fühlen sich im Süßwasser, vor allem warmen, flachen Gewässern, wie zum Beispiel in Baggerseen und Teichen sowie in Flüssen mit langsamer Strömung sehr wohl.

Wels

Der Wels (silurus glanis) ist ein Süßwasserfisch, der in zahlreichen europäischen Gewässern vorkommt. Je nach Region wird er auch Waller genannt. Weitere Arten stellen der amerikanische Wels (dessen Unterart Catfish sehr bekannt ist) sowie der afrikanische Wels dar, die in europäischen Gewässern aber nicht heimisch sind. Waller sind in ganz Europa verbreitet und vor allem in warmen Gewässern zu finden. Obwohl sie tiefe, stehende Gewässer bevorzugen, sind sie auch in etlichen Flüssen zu finden. Dort halten sie sich in Gewässerbereichen mit langsamer Strömung auf.

Zander

Der Zander (Sander lucioperca) ist ein Raubfisch, der auch unter den Namen Sander, Schill, Hechtbarsch oder Fogosch bekannt ist. Er zählt zur Gattung der Barschartigen (Percidae) und repräsentiert die größte im Süßwasser lebende Art seiner Gattung. Inzwischen ist der Raubfisch in zahlreichen Flüssen, Seen und Häfen Europas beheimatet. Bei uns ist er vor allem im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und verbreitet.